Sicher auf dem Pferderücken – was man übers Reiten wissen sollte

Sicher auf dem Pferderücken - was man übers Reiten wissen sollte

Sicher auf dem Pferderücken – was man übers Reiten wissen sollte

Erleben Sie das unmittelbare Gefühl der Freiheit auf dem Rücken von Pferd und Pony – steigen Sie informiert in den Reitsport ein.

Reiten ist ein unvergleichliches Hobby, das intensiven Kontakt zu Tieren, Sport und seelischen Ausgleich in sich vereint. In der engen Zusammenarbeit mit Pferd oder Pony müssen Sie empathisch interagieren können und lernen sich besser kennen. Zugleich tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes. Kinder können bereits von früh an Erfahrungen beim Reiten auf einem Pony sammeln. Damit das Hobby zur Freude wird, sollte man einige grundlegende Dinge wissen.

Ist ein Pferd eigentlich ein Haustier?

Der Mensch hat früh damit begonnen, Pferde zu zähmen. Durch Züchtungen entstanden zahlreiche Rassen, die für verschiedene Bereiche einsatzfähig waren, ob für den Acker, für Kriegszüge oder als Fortbewegungsmittel. Das Pferd, das wir heute kennen, ist durchweg Haustier und auf die Arbeit mit dem Menschen fixiert. Nicht zuletzt durch die hohe Anpassungsfähigkeit der gutmütigen Tiere sind sie vor allem im Reit- und Freizeitbereich beliebte Begleiter. Der Traum vom eigenen Pferd oder Pony beginnt bei vielen schon in der Kindheit. Solch eine Entscheidung will aber wohlüberlegt sein, denn ein derart großes Tier stellt sowohl finanziell als auch räumlich einige Ansprüche an den Halter. Wer sich noch nicht sicher ist, ob er diese Verantwortung tragen kann, kommt zunächst in einem Reitverein oder mit einer Reitbeteiligung auf seine Kosten.

Was braucht man, um zu reiten?

Das brauchen Sie:
Ein Helm ist das Wichtigste beim Reiten, denn er schützt ihren Kopf bei einem Unfall vor Verletzungen.
Eine Reithose besitzt rutschfeste Einsätze an den Innenseiten der Beine und garantiert dadurch einen sicheren Halt im Sattel.
Reitschuhe können entweder in Form von Stiefeln erworben oder als Halbschuhe mit sogenannten Chaps kombiniert werden. Chaps bestehen aus rutschfestem Material und geben Ihren Beinen Halt am Pferdebauch. Robustes Schuhwerk ist sehr wichtig, denn im Pferdestall kann mitunter ein Huf auf dem Fuß landen.
Reithandschuhe verhindern das Verrutschen der Zügel in den Fingern.
Eine Reitweste kann zusätzlichen Schutz bei einem Fall liefern.
Gegebenenfalls ist eine Gerte sinnvoll, ein kleiner Treibstock, mit dem die Hilfen am Pferd verstärkt werden.

Das braucht das Pferd:

Passendes Putzzeug besteht mindestens aus Striegel, Kardätsche und Hufkratzer und dient dem Reinigen des Pferdefells vor und nach dem Reiten.
Ein Sattel wird ergänzt durch eine Satteldecke auf den Pferderücken aufgelegt und mit einem Gurt fest verschnallt. Je nach Reitweise existieren verschiedene Ausführungen.
Ein Zaumzeug besteht aus einer Trense und einem Gebissstück. Die Zügel sind mit dem Gebiss verbunden, deshalb können beim Reiten feine Hilfen über sie gegeben werden.
Gamaschen werden um die Fesseln gelegt, um die Sprunggelenke zu stabilisieren. Besonders beim Arbeits- oder Springreiten sind sie eine sinnvolle Ergänzung, ebenso wie Hufglocken. Diese fungieren als Schoner direkt oberhalb der Hufe.
Eine Abschwitzdecke wird nach dem Reiten auf den Pferderücken gelegt und schützt vor Unterkühlung.

Ist Reiten ein Hobby oder ein Sport?

Ob man reitet, um sich einen Ausgleich im Alltag zu schaffen, oder um auf Turniere zu gehen, ist jedem selbst überlassen. Doch auch wer nicht auf Hochleistungsniveau trainiert, wird Reiten alsbald als sportliche Betätigung kennenlernen. Was von außen einfach aussieht, ist anstrengende Muskelarbeit und erfordert sowohl vom Reiter als auch vom Pferd hohe Körperbeherrschung.

Kann jeder gut reiten lernen?

Wer professionellen Unterricht genießt und frühzeitig die Grundregeln verinnerlicht, kann prinzipiell ein guter Reiter werden. Man sollte ein gewisses Körperbewusstsein sowie Einfühlungsvermögen haben, kann dieses aber in der Zusammenarbeit mit Pferden auch gut ausbauen. Was dem Reiten abträglich ist, ist Angst. Sie überträgt sich auf Pferde und stellt ein Hindernis dar, das zunächst überwunden werden muss.

Kann man als Erwachsener noch Reiten lernen?

Kinder, die auf einem Pony mit Reiten anfangen, machen schneller Fortschritte. Das liegt an der besseren Lernfähigkeit im Kindesalter. Trotzdem ist es keineswegs ausgeschlossen, als Erwachsener noch ein guter Reiter zu werden.

Was bewirkt das Reiten bei Kindern?

Pferd und Pony fördern das Sozialverhalten und Verantwortungsbewusstsein von Kindern. Außerdem wird der Bewegungsapparat trainiert. Mitunter werden die Tiere auch bei Therapien eingesetzt.

Wie viel kostet es zu reiten?

Reiten ist ein relativ kostenintensives Hobby. Pro Reitstunde müssen mit 20 bis 30 Euro gerechnet werden. Im Gruppenunterricht fallen die Kosten geringer aus, auch kann man durch Aushelfen im Stall mitunter einiges einsparen.

Wer sich grundlegend informiert hat und für die passende Ausstattung sorgt, findet im Reiten eine großartige Möglichkeit, seine seelische und körperliche Fitness auszubauen. Teamarbeit und tierverbundenes Agieren unterstützt Kinder in ihrer Entwicklung und sorgt für Spaß am Sport und Lernen.